Starnberger Hefte 21: Beim Friseur

Nach dem ersten Naserümpfen über das allzu triviale Thema flossen die Beiträge reichlich. Ein Besuch beim Friseur – das ist zunächst ein Schritt aus der Wohnung in die Gesellschaft, in die Muße des Beobachtens, ins Gespräch. Man greift zur Illustrierten. Ein Blick aus den Augenwinkeln zum benachbarten Drehstuhl: Ist das nicht die ehemalige Ministerin? Außerdem ist das Thema global: Dauerwellen am Gelben Fluss, der Geruch von verbranntem Horn beim türkischen Friseur. Es hat auch seine juristische Seite: Haareschneiden als potentielle Körperverletzung. Und es reicht in die Tiefe biblischer Mythen. Simson sagt zur schönen Delila: „Wenn ich geschoren würde, so wiche meine Kraft von mir …“ (Richter 16,17; s. unser Titelbild). Nicht zuletzt bilden Friseurbesuche eine Erinnerungs-Kette, die zurück in die Kindheit führt.

Im Heft

  • Patricia Czezior: Haarkultur
  • Ulrich Adler: Friseur Friseur Friseur
  • Mei Shi: Die Dauerwelle
  • Edgar Frank: Der Schläger mit den grünen Noppen
  • Victoria Lehmann: Ohne Titel
  • Christoph A. G. Klein: Der Mitreisende oder Damals mit Marina
  • Vanessa Lange: Beim Friseur
  • Julia Behr: Und manchmal weine ich eben ein bisschen … na und?
  • Eva Ueber-Möller: Haarige Angelegenheit
  • Julia Jückstock: Selbstbetrug
  • Olaf Neumann: Notizheft 1 (Exzerpt: Volker Rühle)
  • Simon Weinhart: Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss
  • Ernst Quester: Vom Stiftekopp zum Power Grey
  • Viola de Blécourt: Haarspalterei
  • Fabian Müller: Diebstahl verpflichtet: Zwölf Überlegungen zum Essay „Reicher Pöbel“ von Björn Vedder
  • Gudrun Pfister: Ich reicher Tor
  • Wolfgang Ruppert: Ging „das Bauhaus“ ins Exil? Ein Leserbrief
  • Julia Jückstock: Kurzer Prozess

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