Starnberger Hefte 14: Kinderjahre

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Theodor Fontane ist mit dem Alterswerk »Meine Kinderjahre« der Pate für die Dezember-Ausgabe der Starnberger Hefte. Ausgebreitet werden Kindheitserinnerungen zwischen Klosterschule und DDR, Schiebewurst der 50er-Jahre und Computerspiel-Besessenheit. Dabei wird die Zeitspanne der Kinderjahre vom Sandkasten bis zum Abiturstreich ausgeweitet. Historische Grundlagen liefert ein Essay von Wolfgang Schwalbe über Kindheit in der Antike.

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Starnberger Hefte 13: denkende Krapfen

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Chayenne Perusko, Simon Weinhart, Simon Schnitzler, Jannis Lange, Lotta Döbler, Vanessa Lange, Daniela Kolbeck, Laura Wunderlich – unser Inhaltsverzeichnis enthält viele neue Namen junger Talente aus dem Literaturzirkel Freies Schreiben am Gymnasium Starnberg, betreut von Thomas Maier-Bandomer. Aus diesem Kreis stammt das ambitionierte Thema »denken«. Es geht ums Nachdenken über den ersten Satz, über Beziehungen und Begegnungen (etwa in den Gedichten der Abiturientin Nicola Klingbeil), ums Ausdenken ungewöhnlicher Geschichten: verliebte Einkaufswagen, monologisierendes Schmalzgebäck, das zum Motto »denkende Krapfen« inspirierte.

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Starnberger Hefte 12: krank

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Krank sein. Das leuchtet aus der Kindheit als ein rohes Frankfurter Würstchen, das Gelb einer Banane, das freundliche Gesicht der Mutter. Im Augenspiel mit den Stäben eines Gitterbetts die Erfahrung, dass Dinge durchsichtig werden können. Jahrzehnte später auch: sich sinken lassen, Abschied von Familie und Berufsalltag auf unbestimmte Zeit, Baumwipfel, gesehen durch das Fenster des Krankenwagens aus liegender Position. Morphium. Der wehmütige Blick aus dem Fenster des Rehabilitationsspitals auf einen Läufer, der mit lockeren Schritten eine Allee durchmisst, während dir der Arzt das Schwimmen verbietet und lediglich Steh-Wasserball erlaubt. Das begeisterte Klappern der Knieoperierten mit ihren Krücken, wenn sie im Auditorium der Klinik ein Bundesligaspiel auf der Großleinwand verfolgen.

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Starnberger Hefte 11: nach Osten

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Zwischen Enge und Weite pulsierend, wenden sich die Starnberger Hefte diesmal wieder ins Weite, nach Osten. Lebensgeschichtlich geht es um Räume der Imagination, lange durch den Eisernen Vorhang abgeschnitten, gegenwärtig etwa in der Russlandromantik von Pfadfinderliedern wie: Durch die Straßen treibt der tolle Sturm den Schnee. Welcher Kitzel war damit verbunden, 1960 als Dreizehnjähriger mit einer von der Mutter genähten schwarzen Persianer-Pelzmütze in die Schule zu kommen!

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Starnberger Hefte 10: Heimat

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Das Wort Heimat weckt poetisches Hintergrundrauschen: Ich hab die Heimat lang schon satt, / die Sehnsucht nach der Felder Reifen. / Darum verlass ich Heim und Stadt / und werd als Dieb das Land durchstreifen (Sergej Jessenin, übersetzt von Annemarie Bostroem). Als eine flüchtige, schwer fassbare Empfindung erscheint Heimat in Hermann Hesses Gedicht Landstreicherherberge: Wie Heimatahnung glänzt es her / und war doch nur zu kurzer Rast / ein fremdes Dach dem fremden Gast. / Er weiß nicht Stadt nicht Namen mehr. Als bloße Ahnung erinnert Heimat an das Diktum Ernst Blochs, der sie als den Ort umschreibt, worin noch niemand war.

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Starnberger Hefte 8: fromm

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Das Thema »fromm« stand von Anfang an auf der Wunschliste der Redaktion, speziell des Herausgebers. Die Beiträge dieser Nummer umspielen es mit einer Mischung aus Ernst, Satire, Ironie und – hoffentlich – tieferer Bedeutung. Dabei liegt der Hauptakzent durchaus auf dem Ernst, unter Einbezug religionskritischer und agnostischer Positionen.

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Starnberger Hefte 7: Unsere kleine Stadt

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Die Starnberger Hefte beschäftigen sich in dieser Nummer vor allem mit der kleinen Stadt, die sie im Namen tragen. Heribert Muser bezweifelt die Herleitung dieses Namens vom Vogel Star, den Starnberg im Wappen führt. Die Beiträge von Julia Jückstock, Eva-Maria Ueber, Ulrich Adler und Saskia Hinze sind subjektiv gefärbt: teils Jugenderinnerung, teils apokalyptische Vision. Julia Behr erzählt von einer Jugendliebe, die um einen Kiesplatz kreist. Roger Schöntag lässt sich von einer anderen kleinen Stadt als Starnberg inspirieren, Anna Fee Brunners Versuch Stadt bezieht sich auf London. Inge Geissingers Verse Ich möchte … blicken zurück auf die Kindheit.

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Starnberger Hefte 6: weit fort

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Nun geht es weit fort. Ein Windstoß, der in die Laubhaufen fegt. Die jungen Menschen, die es nach der Schulzeit aus der kleinen Stadt in die Welt treibt. Man sitzt im Café und erinnert sich an die hübschen Gesichter der Abiturientinnen von einst, aber sie biegen nicht mehr ums Eck.

Die jungen Jahre als Zeit des Wanderns: Christoph Beitz erzählt von seinem Großvater, der vor 1900 drei Jahre als Schneidergeselle durch Bayern zog. Wie weit junge Leute heute herumkommen, zeigt das Beispiel der Anna Fee Brunner, die sich nach dem Abitur ein Jahr mit Englischstunden in China durchschlug und jetzt in London Politik und Anthropologie studiert. Ihr Beitrag Ausländisches Essen in China vermittelt eine ungewohnte und gar nicht so exotische Sicht: Kentucky Fried Chicken als Katalysator gesellschaftlicher Veränderungen.

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Starnberger Hefte 5: Zugvögel

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Der Titel Zugvögel spielt auf Literaten an, die aus der Ferne kamen und den Starnberger See aufsuchten. Brigitte Reihl setzt sich mit T. S. Eliots Gedicht The Waste Land auseinander, in dem der See eine wichtige Rolle spielt. Herbert Schmied schärft in seinem Beitrag Ungarische Autoren am See das Bewusstsein für die Anziehungskraft der Orte am See auf bedeutende Intellektuelle im östlichen Mitteleuropa. Johannes Schmied untersucht Ungesagtes in der Lyrik Günter Eichs: Ausblendungen hinsichtlich des Themenspektrums und der eigenen Lebensgeschichte, wie sie für die Frühzeit der Gruppe 47 charakteristisch sind.

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